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Jeder dritte Reisende von politischen Unruhen betroffen

Geschäftsreisende sind von politischen Krisen oft direkt betroffen – aktuelle Beispiele sind Israel und die Ukraine.

Laut einer Studie des Deutschen ReiseVerband (DRV) haben 34 Prozent aller Geschäftsreisenden schon mindestens einmal erlebt, dass Unruhen im Zielland ihre Reise behindert oder unmöglich gemacht haben.

Bei 7 Prozent ist dies sogar schon dreimal oder häufiger vorgekommen. In der Liste der häufigsten Probleme auf Geschäftsreisen nehmen politische Krisen damit den fünften Platz ein. Häufigstes Hindernis sind aber extreme Wetterlagen.

Für die Studie wurden 220 Geschäftsreisende über die häufigsten Probleme bei einer Geschäftsreise befragt:

  1. Bei 63 Prozent wurde die Ab- oder Weiterreise durch eine Extremwetterlage wie Sturm oder heftigen Schneefall verhindert.
  2. 61 Prozent hatten Verspätung wegen eines Streiks und konnten die Reise deswegen nicht antreten.
  3. 54 Prozent verpassten einen Weiterflug wegen einer zu knappen Umsteigezeit oder eines Flughafenwechsels.
  4. 45 Prozent benötigten zu viel Zeit beim Einchecken oder der Sicherheitskontrolle und verpassten dadurch ihren Flug.
  5. Bei 34 Prozent wurden Reisen von politischen Unruhen im Zielland behindert oder unmöglich gemacht.
  6. 28 Prozent bekamen Probleme am Zoll, weil sie nicht wussten, dass man bestimmte Produkte – etwa Lebensmittel – nicht einführen darf.
  7. 26 Prozent hatten Probleme mit ihrem Visum, so dass sie nicht ab- oder einreisen durften.
  8. 23 Prozent konnten nicht abreisen, weil sie nicht wussten, dass sie dafür ihren Reisepass benötigen.

„Die aktuellen Ereignisse, wie beispielsweise in Israel, verdeutlichen auf dramatische Weise: Unternehmen brauchen stets verlässliche Informationen, wo sich ihre Mitarbeiter befinden“ sagt Stefan Vorndran, Vorsitzender des Ausschusses Business Travel im DRV und ergänzt: „Wenn Probleme auf Geschäftsreisen auftreten, sind Unternehmen mit einem professionellen Reisemanagement besser aufgestellt“.

Abhilfe können Geschäftsreisebüros schaffen: Sie bieten Zugang zu tagesaktuellen Informationen über Krisen, Streiks oder Wetterlagen im Abreise- und Zielland und stellen rechtzeitig alle wichtigen Infos zu Einreise- und Zollbestimmungen zur Verfügung. Geht unterwegs etwas schief, ermöglichen sie durch Umbuchungen, dass gestrandete Reisende trotzdem sicher ihr Ziel erreichen. So lassen sich Reisehindernisse aus dem Weg räumen oder zumindest effizienter beseitigen.

Quelle: DRV Studie Chefsache Business Travel 2014, www.chefsache-businesstravel.de
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de